*Die Elschwurst*

 

 

 

 

Sie ist ein Mensch, wo mir hin und wieder die Worte fehlen. Was ich aber weiß und sagen kann, Sie ist so ein toller und schöner Mensch.

 

Ich liebe diesen Menschen.

 

Ich liebe Dich.

 

 

 

*Zwischen den Dingen*

 

...im analogen Mittelformat, Pentacon Six TL, diverse Filme

 

 

 

*Auf den Milchmann warten...*

 

...oder einfach nur mal die Zeit versitzen und irgendwas machen.

 

 

*Die Welt der Wand- und Deckenpaneele*

 

Dekorpaneele sind Elemente zur Verkleidung von Oberflächen, wie Wand und Decken. Mit Dekorpaneelen verschönerst du dein Zuhause, zum Beispiel mit Mustern und Designs in Holzoptik. So setzt du Akzente im Raum und

verleihst ihm ein besonderes Aussehen. Inklusive Bett und Lampen Design.

 

Diese wurden erstklassig von Elisa in Szene gesetzt. Hierfür einen großen paneeligen Dank.

 

 

 

*Die Aussätzige*

 

 

 

*Olga und ihr Plan*

 

 

Olga wollte unbedingt, dass ich am Morgen von Heilig Abend die Bilder von ihr mache. Sie dachte durch ihre Heiligkeit und Schüchternheit den Weihnachtsmann etwas bezirzen zu können, damit die Geschenke etwas üppiger und größer ausfällt.

Ob es funktioniert hat, steht auf einem anderen Blatt geschrieben ;-)

 

 Die Bilder sind wirklich zu Heilig Abend entstanden! Olga heißt im wahren Leben Elisa und der Weihnachtsmann kam an dem Abend nicht mehr. Aber der Vodka schmeckte wirklich gut!

 

 

*Auf halber Treppe*

 

 

Die Steine aus deiner Vergangenheit
sind das Fundament für die Treppe
in deine Zukunft...und du allein
entscheidest, ob es auf- oder abwärts geht.

 

KekzZ MazZacre

 

…und deswegen verweilt man manchmal auf halber Treppe,

weil man nicht so recht weiß, ob es auf- oder abwärts geht.

 

 

*Verbisschutz*

 

Der Wert eines jeden Einzelnen. Betrachtet man folgende Aufnahmen fragt man sich, ja wessen wert und wer ist dieser Einzelne?

Natürlich ist der Baum gemeint. Kaum etwas ist wertvoller. So sollten wir als Gesellschaft über ein Lehenswesen aus Baum-Basis nachdenken. Oder (An)leh(n)enswesen?

So oder so sollte jeder verpflichtet sein, einen Baum zu schützen und zu hegen und pflegen.
Im Beispiel zu sehen: die junge Dame bemüht sich aufs Äußerte, dem windschiefen Baum als Verbisschutz gute Dienste zu leisten.

 

 

Jeder ernsthafte oder auch laienhafte Baumkenner weiß natürlich, dass man dafür eher Drahthosen, Wuchshüllen, u. ä. verwendet. Doch jeder nach seinen Möglichkeiten. So stand kein Draht zur Verfügung, sondern nur ein Hauch von Spitze, der Schutzcharakter geht gen null. Die größte fraß abschreckende Wirkung selbst erzielt die Magd selbst, indem sie mit ihrer rindenfreien Haut potentiellen Fress-Schmarotzern suggeriert: hier gibt es nichts mehr zu holen.

 

 

 

*Der Weg ist das Ziel*

 

 

Geschafft! Erreicht! Der Aufstieg liegt hinter mir.

 

Ein Kreuz am Horizont verheißt baldige Ankunft am Gipfel. Dem Himmel nahe zu sein.

 

Glaube hin oder her, ein Gipfelkreuz hat eine eigene Spiritualität.

 

Ob steile oder flache Passagen, ein langer oder kurzer Aufstieg, holprig oder gut begehbar, es ist immer wieder eine Offenbarung, einen Gipfel zu erklimmen.

 

Hoch oben, eine Aussicht genießen, anzukommen... in vielen Fällen am Meisten bei sich selbst.

 

Die größte Aussicht ist dann doch immer die Einsicht, nicht viel zu sein in einer schier endlose weiten und alten Natur. Wie klein und unbedeutend jeder einzelne doch ist, aber welch Leistung es ist diesen Weg zu gehen und diese Einsicht zu erlangen.

 

Gestärkt und erfrischt von dieser Erfahrung, die einem immer wieder aufs Neue Demut lehrt, geht es Schritt für Schritt bergab. Hinunter in die schnöde und doch so geliebte Normalität.

 

So bin ich niemand, der in den Bergen aufgewachsen bin und gehöre in keine unendlichen Höhen, aber bin ich immer wieder ein dankbarer Schüler, der eifrig aufnimmt und lernt, von Orten der Weisheit... wie eben einem Gipfelkreuz.

 

 

So poetisch ich nun daherkommen möchte, weil das Thema für mich ein Schönes ist, so sehr muss ich zugeben: dieser Gipfel war kein hoher und dieser Anstieg eher ein Spaziergang. Ich weiß noch nicht einmal, ob man dieses Kreuz als Gipfelkreuz gelten lassen kann. Aber ich war verliebt in die Szene und in die Romantik, die bei solch einem Anblick in mir aufkommt. Also blinkerte ich den werten Fotografen mit meinen großen Rehäuglein an, ob der denn ein bisschen die Elisa am Kreuz dokumentieren möchte.  Was bin ich froh, dass der Herr mir kaum etwas abschlagen kann. So simpel die Fotos auch sind, mir liegen sie am Herzen.

 

Gedanken von Elisa

 

*An den Hütten*

 

Zum ersten Mal im Schwarzwald! Was war ich von Vielem beeindruckt, aber mit am Meisten verliebt habe ich mich in die Heuhüttentäler im Murgtal. Überall kleine alte und urige Holzhüttchen, früher genutzt zum Heu Lagern, heute in verschiedenen Pflegezuständen vor allem ein Kulturdenkmal und Verschönerung der Landschaft.

 

Manchmal stehen sie einzeln im Wald manchmal in kleinen Formationen auf großen, steilen Wiesen. Natürlich wollte ich ein paar Hütten als Fotokulisse nutzen.

 

Peter und ich suchten uns ein Tag in unserem Schwarzwaldurlaub aus, an dem wir Fotos machen wollten. Laut Wettervorhersage auch warm und sonnig. In der Realität dann eher mystisch neblig und knackig kalt. Nachdem ich vormittags diesem Wetter schon ohne Kleidung getrotzt habe, blieben für die Nachmittagsbilder die dicken Schuhe die ganze Zeit an meinen Füßen! Das Kleidchen hat mir immerhin einen Gedanken an Wärme gespendet. Was beneide ich da meine Merle manchmal. Als Hund ist man nicht so wetterempfindlich. Sie hatte sowieso den größten Spaß im Wald und auf den Wiesen und ich freue mich, dass auch etwas Mensch und Tier Gefährten Romantik nun auf Bild eingefangen wurde. Hihi. Ich mag das urige und leichte dieser Fotos und man könnte fast denken, dass ich ein geerdetes Mädel bin mit einem selbstbewussten Hund. Auch wenn die Realität etwas anders ist, aber Realität ist Realität und die Kunst der Fotografie eben manchmal eine andere Welt. Und das ist gut so.

 

Gedanken von Elisa

 

 

*Alles braucht seine Zeit*

...sein Leben zu leben, wahrzunehmen, sich darüber zu freuen oder es skeptisch zu sehen.

...wenn es einem nicht so gut geht, du dich nur in Stücken siehst oder alles gar verschwommen ist.

...damit Du wieder anfängst Dich und deine Umwelt zu betrachten, Dich besser wahrnimmst und erfühlen kannst

...bist Du wieder mit einem Lächeln in dein Spiegelbild schauen kannst

...alles hatte seine Zeit und alles braucht seine Zeit.

 

 

 

 

*Systemfehler*

 

Was sind das nur für Zeiten, in denen wir leben? Das darf man ja wohl mal fragen.

 

Das fragten wir uns auch. Peter und ich. Nur dass wir selten wirklich fragen. Wir antworten lieber. Das können wir. Aussagen machen. Und seien sie noch so heiter und belanglos. Aber manchmal ist das auch nur Tarnung.

 

Ja was sind denn das für Zeiten? Ziemlich verrückte. Oder entrückte Zeiten? Nicht mehr wirklich normal. Da kann man auch gleich an Wänden hochgehen. An der Decke entlanglaufen. Das ist ja auch zum Haare raufen.

 

Peter und ich entschieden, dass es nun auf so was auch nicht mehr ankommt. Erst recht nicht mehr auf die Schwerkraft. Also weg damit!+

 

 

 Perspektiven müssen brennen.

 

Sie brennen umgedreht und banal.

 

Sie hopsen edel und belegt.

 

Oh nein... jetzt bin ich poetisch geworden.

 

Ehm...

 

Elschwurst.

 

Oh umgedrehtes Ding du!

 

Perspektive, mein gemeinsamer Kuss.

 

über der Welt allzeit!

 

Sitzt - du musst es gurglen!

 

Wo ist der herzlose Scherz?!

 

Elschwurst du.

 

Kräftig ach so lang.

 

Perspektive zwischen Verlieren und Hopsen.

 

 

Ehm. ok. Es gab ein Fehler im System. Vielleicht kann ich doch nicht einfach an der Decke laufen. Nach einiger Zeit merkten wir auch, dass sich die Schwerkraft nicht einfach wegdenken lässt. Nicht wenn man einen Körper hat. Mit Masse. Wegen der Physik.

 

Letztendlich sind wir ja doch alle nur Menschen hier, im rückwärtigen Raum.

 

Spaß hatten wir trotzdem! Und das ist die Hauptsache.

 

 

Oh…hier brauche ich zu Elisas Worten nichts hinzuzufügen, weil Sie alles was wichtig ist schon erwähnt hat. Außer, dass ich mich immer wieder freue mit Ihr unsere kleine Verrückte Welt der Bilder umzusetzen. Wir uns neben dem Bildermachen einfach so dufte verstehen, was das Ganze abrundet und eine wichtige Grundlage des Ganzen ist. Punkt, fertig und aus! :-)

 

 

*Die Örtlichkeit des Systhemfehlers, bei mir daheim*

 

 

Im analogen Format

 

In dieser Bilderrunde habe ich Elschwurst nur analog ins Bild genommen. Hier die Kameras, die ich hierfür genutzt habe: Revue Flex SC2, Reflekta 2, Rodenstock. Diverse Filme

 

*Der Schein trügt*

 

*Die Wahrheit unterliegt einem Schleier*

 

*Heilige Maria*

 

 

*Gedankenentzug*

 

...und der Glaube, die Gedanken sind mein.

 

Hat nicht jeder schon mal das Gefühl gehabt, jemand liest deine Gedanken und spricht sie aus. Ist man dann nicht auch etwas irritiert davon und bekommt vielleicht auch ein wenig angst, weil der Mensch auch die Gedanken lesen kann,

die tief verborgen in einem sind…

 

 

*Spinoelschwurstsaurus*

„Peter!!! Ich habe hier dieses Korsett, was ich mal für viel zu viel Geld auf einem Mittelaltermarkt gekauft habe!!!! Ich will was damit machen!“ forderte die Elschwurst. Mit so etwas muss dann der Fotograf dann arbeiten. Ich bin aber wirklich froh, dass wir das genau zu der Fotorunde und analog umgesetzt haben. Ich finde hier passt alles zusammen. Vor allem faszinieren mich die Verschlüsse am Rücken, hat es für mich sogar fast etwas Animalisches. Danke, Peter dass ich dir egoistisch meine Idee aufs Auge drücken durfte.

 

 

*Merle & Elschwurst*

„Der Film muss noch voll werden“ sprach der Peter während ich schon wieder geistig woanders war. Bei Getränken und Knabbereien. Und natürlich dabei, festzustellen wie niedlich mein Hund ist. Merle war zum ersten Mal mit bei einer Fotorunde und hat sich ganz lieb benommen. Lag eigentlich nur in der Ecke und guckte etwas skeptisch und betroffen. Wenn dann natürlich jemand sagt, es müssen noch Bilder verknipst werden, landet natürlich der Hund auf magische weiße auf meinem Schoß und muss der Welt gezeigt werden. Merle sind Kameras natürlich nicht geheuer.  Als gutes Frauchen versetze ich mich in einem Bild auch in ihre Lage und gucke ähnlich skeptisch. Auf dem anderen bin ich nur eine normale Elschwurst, wie immer."

 

…in der Tat, der Film in meiner Kleinbildkamera Revue Flex SC2 war dann endlich voll und konnte entwickelt werden.  So auch der Film in meiner zweilinsigen Reflekta II. ;-)

 

Hach…was für schön geschriebene Worte von Elisa. Das freut mich wirklich sehr. Da brauche ich zum Teil gar nichts mehr dazu sagen. Hihi. …na ja, vielleicht doch ;-)

 

Als ich die Zeilen von Elisa durchlas, ist mir erneut wieder eine Sache aufgefallen:
Was sagt ein einzelnes Bild aus, wenn man es nur betrachtet, ohne jegliche Information darüber, wie es entstanden ist? Und welchen Unterschied macht es, wenn man zusätzlich Informationen über die Entstehung und die Situation vor Ort geschildert bekommt?
Die Frage ist für mich ganz spannend! Ich bin davon überzeugt, dass man mit zusätzlichen Informationen ein Bild oder eine Serie ganz anders betrachtet.

Hierfür möchte ich auf ein paar Bilder mit Elisa zurückgreifen, die ihr nun schon gesehen habt. Als einzige Information dazu stand höchstens ein Titel zu dem Bild oder der Serie. Wenn ich jetzt hier nochmal die Bilder zeige und die Worte von Elisa hinzufüge, bekommt die Reihe eine ganz andere Bedeutung, da man diese in einem ganz anderen Kontext sieht. Oder liege ich falsch damit?

Was möchte ich damit sagen? Das Betrachten eines Bildes, die damit übertragenen Informationen und die Realität können manchmal weit auseinanderliegen. Man könnte es auch als eine Art Verzerrung beschreiben.

 

Zum Beispiel...

 

 

*Der Schein trügt*

Hier zeigt sich wahres Talent des Fotografen. Eigentlich rollte ich mich nur wieder auf dem Boden herum, weil ich das gerne mache. Und weil ich bestimmt Hunger, Durst, Kalt, Pipi, Langeweile hatte. Peter, das Adlerauge, erkennt sofort ein Motiv. „Bleib mal so.“ … und ich halte inne. Dann später, als wir zusammen die entwickelten Bilder anschauen, bin ich überrascht und begeistert. Tat ich diesen Moment bei der Fotorunde selbst als recht wenig bedeutsam ab und vergaß ihn. Nun bin ich total verliebt in diese Bilder. Auch wenn sie mich als ruhiger darstellen als ich bin.

 

Die ruhigen und sensiblen Bilder mit Elisa (am Boden) sind zum Beispiel letztendlich beim Rumalbern entstanden und nicht wie man es eventuell vermuten könnte, in melancholischen Momenten voller schwerer Musik und leergetrunkenen Rotweingläsern… ;-)

 

Egal in welcher Form ihr Bilder betrachtet, ob fotografiert oder als Video, Bilder entsprechen nicht immer der Realität oder der Wahrheit, die sich im Kopf des/ der Betrachtenden formt. Egal ob es banale Dinge und Situationen sind oder komplexere Geschichten. Ich appelliere deshalb an euch, sich hin und wieder mal die Zeit zu nehmen und die sichtbaren Informationen zu hinterfragen, bevor ihr aus einem Bild Schlüsse zieht ;-)

 

 

*Heilige Maria*

 

Haha, ich weiß gar nicht, was ich da schreiben soll. Das war eigentlich Quatsch meinerseits. Ich kann nie ruhig bleiben und sobald sich der Fotograf seiner Technik widmet und mich unbeobachtet lässt, rolle ich mich herum und wurste mich in die Laken Requisite ein. Ich bin ja auch eine Elschwurst. Wie es Peter dann schaffte, dies als friedliches Motiv einzufangen, ist mir bis heute ein Rätsel.

 

 

*Gedankenentzug*

 

Das war Peters Idee und ich liebe sie. Ich bin ja prinzipiell immer dafür zu haben, auch mal nicht mein Gesicht zu zeigen und den Körper sprechen zu lassen. Ich mag total, wie das Stück Stoff aussieht. Fast schon geisterhaft. Als ob die Seele oder Gedanken den Kopf verlassen wollen und ich klammere mich verzweifelt daran. Also wirklich Danke an Peter für die Idee und das gemeinsame rumprobieren.

 

 

*Die Wahrheit unterliegt einem Schleier*

 

Wie das zustande gekommen ist, weiß ich gar nicht mehr. Wir beide waren dann so „drin“ im kreativen Prozess. Das Motiv hat etwas anonymes, der straff gespannte Stoff schon fast etwas Gewaltsames. Ich bin gespannt wie andere Betrachter das interpretieren werden. Das Licht von unten erinnert mich an alte Horror Schinken und dass durch den Schattenfall meine Nippel Hörnchen haben, finde ich auch sehr faszinierend. War so nicht geplant, aber sehr erwünscht. 

 

 

*Die Pesade*