Wir waren in…
Wir fahren, wenn der Jahreswechsel ansteht, seit einer gewissen Zeit weg. Das Ganze passiert eigentlich nur, weil Merle ein Angsthund ist und vor dem Silvester Rumknallen große Panik hat. Natürlich wurde auch hier geknallt, das stimmt, aber eben nur zu Silvester. Und 1–2-mal die Tage zuvor. Das ist händelbar, aber das ist eben in Dresden doch anders. Hier wir schon rumgeknallt, sobald das Knallzeug in Tschechien und Polen angeboten wird. Gefühlt geht das Rumknallen hier in Dresden Anfang Dezember los und dann ist es wirklich schwer, die Merle zum Gassi-Gehen zu bewegen. Sie ist dann immer extrem angespannt draußen und wenn es knallt, will sie wegrennen. Was natürlich nicht schön ist, wenn man dann ihre Angst sieht.
Wenn dann aber hier offiziell der Knallzeugverkauf losgeht, ist bei vielen Menschen kein Halten mehr, das schon die Tage vor Silvester zu zünden. Was es uns noch schwerer macht, mit ihr rauszugehen. Sie steht dann schon zittern an der Wohnungstüre und will nicht raus. Und da habe ich noch nicht erläutert, wie sie sich in der Wohnung verhält, wenn sie das Knallen draußen hört. Und so schauen wir immer, wo gar nicht, zumindest nicht so viel geknallt wird und fahren dann dahin.
*Auf dem Weg zur Waldgaststätte Rinderstall*
Noch eine Sache, bevor ich den Zeigefinge wieder senke. Würden die Menschen nur zu Silvester so rumknallen, könnten wir uns das Sparen (wortwörtlich zu nehmen!), aber so machen wir das eigentlich nur für unseren Hund Merle und fahren weg vom Großstadtsilvestertrubel. Man merkt, wie die Anspannung von ihr wegfällt, wann wir draußen unterwegs sind
und sie entspannt umhertollt.
Außer dann zur Silvesternacht. Für den Zeitraum bekommt sie auch eine Art Hundevalium, was wir von ihrer Tierärztin bekommen. Sie ist dann ein bisschen wie im bekifften Zustand. Der Geist wird etwas langatmiger und ihr Körper fast ohne Spannung. In der Zeit müssen wir gut auf sie aufpassen, weil sie nirgends mehr hochkommt oder zur Seite wegfällt. So können wir ihr diesen Angstzustand etwas erträglicher machen.
Manchmal weiß man nicht, was in den beiden Köpfen vor sich geht. Es kommt auch hin und wieder vor, dass ich die Namen
der zwei Lebewesen verwechsle ;-)
Naja…was soll man zu dem sagen, was die Natur betrifft. Es ist natürlich nicht schön anzusehen, aber letztendlich ist es von Menschenhand so geworden. Auch wenn der der Borkenkäfer das so angerichtet hat, der Mensch hatte es letztendlich einst so entschieden, eine Monokultur der Bäume anzulegen.
Der Grenzverlauf verlief aber nicht direkt an dem Haus, diese war ein kleines Stück weiter entfernt.
Und dann kam der Schnee :-)
*Eine kleine Wanderung durch den Ort, bis zum Galgenberg*