„Malle ist nur einmal im Jahr…“

 

  … und bei uns war es dieses Mal im März 2016 soweit. Aber wer jetzt an Ballermann, Saufen und Strand denkt: Weit gefehlt! Denn diese Insel bietet so viel mehr, so viel Schönheit, Ursprünglichkeit, Genuss und Natur!

 

 

Dazu sollte man tunlichst alle Orte meiden, die mit „Port de…“ beginnen und sich manchmal nur einige wenige Kilometer in’s Inland begeben oder weg von den asphaltierten Straßen.

 

 

Wir beschlossen, diesmal in den Norden zu fahren, nach Pollenca, einer recht ursprünglichen Stadt, die hauptsächlich nur tagsüber von Touristen besucht wird und das dann auch nur von ein paar Grüppchen Radfahrern und Wanderern, die den Weitwanderweg GR221 gehen.

 

 

Sonntags ist in Pollenca Markttag- dann fahren Touristenbusse mit Engländern in Flip Flops und Deutschen in beigen Westen ein und belagern für ca. 3 Stunden die Innenstadt. Danach ist der Ort wieder leer gefegt und beschaulich.

 

 

Wir waren bewusst unter der Woche da und nächtigten privat in einem kleinen Steinhaus etwas ab vom Zentrum, umgeben von Mandarinen- und Orangenbäumen, beobachtet von ein paar Katzen, begleitet nur von Natur- und Tiergeräuschen. Es weckten uns täglich Herr Esel und Herr Hahn, der Blick aus dem Fenster ging auf Berge und Bäume.  Alltag bedeutete für uns: Aufstehen, Kaffee auf dem Gasherd köcheln, erwachen, noch einen Kaffee machen, uns von Oliven, Käse, frischem Brot und Früchten ernähren, den Tag genießen, abends den kleinen Ofen mit Holz anfeuern und günstigen, guten lokalen Wein süffeln bis der Tag sich zum Ende neigte und wir glücklich und satt vom Tag in unser Bett fielen.

 

 

Zwischendurch füllten wir die Tage mit kleinen Wanderungen, z.B. auf der Halbinsel Formentor. Dort war es auf einem Pass teilweise so windig, dass wir kaum stehen konnten! Im Tal dagegen fanden wir eine Bucht, die wir ganz für uns allein hatten und in der wir die Sonne, das Meer und einen Schluck Wein genossen. Auf unseren Wanderungen trafen wir manchmal über Stunden keine Menschen. Und das auf einer Insel, die an anderen Orten und zu anderen Zeiten mit Touristen überbevölkert ist.

 

 

Unser schnittiger Mietwagen erlaubte uns Touren über verschlungene, kurvenreiche Straßen in’s Hinterland, in kleine, ursprüngliche Städtchen mit super engen Gassen (in denen man mit dem Auto manchmal verzweifelt, sich verirrt und nur mit Anweisung und Zentimeterarbeit wieder herausfindet), kleinen Marktplätzen, in Bäckereien, in denen wir café con leche und süße und herzhafte Teilchen genossen, während  wir die Einheimischen beobachteten, die Berge immer neben uns und das Meer nah. Letzteres begegnete uns immer wieder anders, mal tosend und brausend, mal ruhig plätschernd und spiegelglatt. 

 

 

Die letzten Tage verbrachten wir -ebenfalls privat- in einer modernen, stylishen Stadtwohnung in einem typischen Haus in Palma. Schmale, steile Treppen führten nach oben in unser Kleinod mit Balkon, am Rande der Altstadt, ganz in der Nähe des Meeres, all den engen, verwinkelten Gassen und hübschen kleinen und großen Placas der Stadt.  Wir unterhielten uns mit älteren, einheimischen Herren, die uns ihre Lebensgeschichte erzählten und über die besten Paella- Rezepte philosophierten.

 

 

 

Wir mieteten Fahrräder und cruisten entlang des Meeres in Richtung Ballermann, den wir Gott sei Dank nie erreichten. Wir machten Siesta in kleinen Kneipen und Bistros, in denen wir Tapas aßen, Wein tranken und das Stadtleben beobachteten. Wir (ver-) fuhren (uns) mit einem öffentlichen Bus zum „Hausberg“ Palmas zum Schloss Belvere, von wo aus wir die Stadt im Regen von oben betrachteten. Wir saßen in der heißen Mittagssonne mit vino blanco in Hafennähe und ließen uns bescheinen und berieseln vom Leben.

 

Und nun soll noch mal einer sagen, Mallorca sei die Insel der bier- und sangriakübelnden, rumgrölenden, am Strand rumsielenden Pauschalurlauber ;o)

 

 

Da der Fotonaut so furchtbar mit Bildermachen beschäftigt war, schreibt diesmal seine Reisebegleitung die Eindrücke zu den Fotos ;-)

 

 

Natürlich hatte Peter seine Kamera wieder mit dabei. Aber dazu soll er was sagen…

 

 

Jaa…die Kamera - Die Kameras (!) waren mit dabei! Ein wenig schmunzeln muss ich schon, wenn ich so darüber nachdenke, was ich an Kameragedöns mit hatte. Wir waren vor 5 Jahren das letzte Mal gemeinsam auf der Insel und machten eine Hüttenwanderung in der Serra de Tramuntana. Allerdings hatten wir damals beide nur einen 35 Liter- Rucksack auf dem Rücken und sonst nix weiter mit. Als Kamera diente mir - jetzt kommt`s - nur eine Hosentaschenknipse. So ließ es sich mit wenig wandern. Und heute?! Eine Digi- Kamera mit 4 Objektiven und meine analoge Mittelformatkamera, die Pentacon Six TL, mit einer 80- und 180- Linse. Dazu noch Kleinzeugs, wie Batterien, Filter, Filme, Belichtungsmesser, Stativ usw. Verrückte Sache ey! Ich glaube aber, wären wir wieder von Ort zu Ort gewandert, dann würde ich mich für weniger entscheiden … oder auch nicht ;-)

Was erwartet Ihr von den Menschen, die Bilder von der Hauptstadt Palma de Mallorca machen? Sicher Bilder von der Altstadt und ganz wichtig, Bilder von der Kathedrale.  Genau das habe ich aber eben nicht so gemacht(bis auf Eins). Jedenfalls habe ich nie den Fokus auf sie gelegt, denn das machen ja schon (fast) alle. Aus diesem Grund habe ich mich eher auf andere Dinge konzentriert, die die Stadt genauso ausmachen - zum Beispiel Neubauten. So hässlich wie sie zum Teil sind, gehören sie trotzdem mit zum Stadtbild. Außerdem gibt es in Palma  viel Street Art, die fotografierenswert ist.

 

 

 

Falls Ihr euch bei bestimmten Bilder wundert, dass sie sehr unscharf sind: Das ist nicht nachträglich bearbeitet, sondern ein spezielles Objektiv. Ich nutze es immer wieder gern, weil man dadurch eine ganz andere Art Bild- Stil erzeugen kann.

 

 

 

Hier zu sehen: eine Art Frühjahrs- Plage auf der Insel, über die sich auch die Einheimischen sehr ärgern, weil sie permanent nebeneinander fahren und die eh schon schmalen Straßenspuren für den restlichen Verkehr blockieren.

 

 

 

Soo…das war`s …

 

(...noch nicht ganz. Es kommen die Tage noch die analogen Bilder. Also immer mal wieder reinschauen:-)

 

 

 

Schon mal darüber nachgedacht...

 

Heiratet endlich! Macht Familienfeiern! Werdet ein Paar! Feiert das Leben! Setzt Kinder in die Welt! Macht nicht nur Musik im Proberaum, sondern spielt vor Publikum!

 

Du bist hier auf dieser Welt und DAS wurde noch nicht in Bildern festgehalten?! Mh…na dann wird es aber Zeit :-)

 

Du kannst Dir vorstellen, dass ich Derjenige sein könnte, der Dich in Bildform festhält? Dann sende mir eine kurze Mail und ich melde mich umgehend bei Dir. Ich würde mich jedenfalls freuen, von Dir zu hören:-)