*Lysann*
Lysann und ich, wir habe uns schon länger auf dem Sender (min. 8 Jahre) und hatten schon hin und wieder vor, zusammen etwas auf die Beine zu stellen. Nur hat man sich dann wieder aus den Augen verloren, weil der Alltag oder gar das Leben da zwischen kam. Und so haben wir es jetzt erst geschafft uns zu treffen, als ich Ende März 2026 in Leipzig zur Buchmesse war. Wir hatten einige Ideen auf Lager und entschieden uns dann für die hier beiden zu sehenden Geschichten Ariel und Angst.
*Angst*
In Dunkelheit und Schatten
Erinnern sich die fernen Tage
Umstellt von den Gedanken
Und Angst vor dem
NichtangenommenSein
Schrieben sich die Narben in die Seele
Hallen herauf die Echos der
Vergangenheit
Nur Liebe kann dich halten in der Welt
Gedanken in Textform: Andreas Neu
Dabei ist auch mal wieder meine Lieblings Kamera, die Pentacon Six TL, zum Einsatz gekommen. Und ganz passend zu der Geschichte Angst, habe ich hier ein Ilford Delta 3200 genutzt. Es sollte richtig und gut Körnung mit drauf sein. Ha!
Nicht wundern, die schwarzen oder weißen Ränder, sind beim schneiden des Filmes entstanden. Die Bilder waren zu Teil so dunkel, dass der Freiraum, zwischen zwei Bilder, nicht erkennbar waren. Und so wurde dann manchmal an der falschen Stelle,
der Filmstreifen beschnitten.
*Ariel*
Zum unsagbaren fehlt uns Zugang
Verloren wir wie der Engel seine Kraft
Der Luftgeist von weit her
Hat er die Zeiten überdauert und
Spukt durch das Gerümpel
Im Dachstock unserer Lebensweise
Die Befreiung Shakespeares Utopie
Und Prospero steht nicht am Klingelschild
Das Wesen kämpft sich einen Weg
Und will fliegen und niemand kommt
vorbei
Das Wunder der Erlösung
Das muss warten
Gedanken in Textform: Andreas Neu
Bei der Geschichte Ariel, habe ich mich dann für die digi Kamera entschieden, um mehr Spielraum und somit Kontrolle für die Bildgestaltung zu haben. Denn diese Geschichte sollte nicht statisch festgehalten werden, sondern Lysann und auch ich bewegten uns ständig bei dieser Bildgeschichte. Was sicher für einen Außenstehenden spannend gewesen wäre, das zu sehen.
Außerdem sollten zum Ende hin, durch eine längere Belichtungszeit, Verwackler als Bildelement dienen. Ich wusste zwar was ich an der Kamera einzustellen habe, damit dieser Effekt eintritt, aber zur Überprüfung der gemachten Bilder, war mir ein Kameradisplay dann doch ganz dienlich.