*Isabelle*
*Unser Bildermachwochenende 2025 - Klappe die 2!*
Wer *Klappe die 1.!* sehen möchte, der Folge dem hier untenstehenden Link...
*Scheinwerferin - Göttin der Orientierung*
Sie gibt euch das, was sie selber sucht. Sie wird es aber nicht finden, da sie selber nicht die Möglichkeit dazu hat. Aber ihr, ihr habt die Möglichkeit dazu. Geht dem Licht entgegen und ihr werdet Schatten spenden, den sie nicht geben kann. Und so wird jeder zu dem, was sie ist. Eine Schattenspendende Orientierung.
*Madame Divine*
Oder auch...
*Die Perlentaucherin*
Ich weiß gar nicht mehr so recht, wie mir geschah, als Madame Divine zum ersten Mal vor mir stand!
Okay, ich versuche den Teppich von vorne aufzurollen. Madame Diva schrieb mich an und fragte nach, ob ich mit ihr ein Shooting machen könne. Ich solle ihr doch schnell antworten, da sie im Moment in der Stadt sei und ein wenig Zeit einräumen könne. Aber nicht viel, sie sei stark beschäftigt. Das Shooting würde nicht von langer Dauer sein. Ein, zwei, drei Portraits, für ihre Homepage. Also ihr Gesicht ein bisschen fotogarfieren und mal die Dame im Ganzen. Also nur ein paar Bilder, kein großer Aufwand! Und dann ein bisschen bearbeiten. Nicht viel, nur so ein bisschen halt. So dass man das Alter nicht soooo sehr sieht. Eigentlich steht sie zu ihrem Alter, aber naja, man weiß ja nie. Sicher ist sicher!
Das war nur ein Auszug aus dem, was sie geschrieben hat! Den Rest erspare ich euch. Jedenfalls machten wir einen Termin fest und der Tag X kam.
Ich war da, an ausgemachten Ort und Zeit. Nur sie war nicht da. Gut, ein bisschen warten, ich habe ja Zeit mitgebracht. Nach einer halben Stunde kam dann eine Nachricht von ihr, wo ich denn sei?! Das fragte ich sie auch und sie erklärte mir, wo sie sich befand. Kurzerhand machte ich mich auf den Weg und sah sie dann in der Ferne. Sie saß auf einer Treppe, mit ihrem Kleidchen, Lackschuhe, Lockenwickler im Haar und ihrer Handtasche neben sich.
Ich sprach sie an, ob sie Madame Divine ist und sie beantwortete die Frage, etwas leicht beschwipst, mit:
Na sieht man das nicht, Kleiner!
Und nun komme ich wieder zum Anfang meiner Worte: Ich weiß gar nicht mehr so recht, wie mir geschah!!
Im Nachgang sollte mir Madame Divine noch mal kurz schreiben, wie sie die Bilder und unsere gemeinsame Zeit fand.
Hier ihre Worte…
„Glitter and be gay“ grinst das Gewand der lustigen Libertine als die Brühl'sche Lache fast an ihren Lackschuhen leckt. Doch mit der Fröhlichkeit ist das so eine Sache… Hinter den Scheuklappen scheint geschmollt zu werden. „This world was never meant for one as beautiful as you...“ flüstert ein Passant in Flamingomanier ins Spiegelkabinett und betrachtet die kleine Himmelsnixe, den Schmetterlingsfisch, den Lockstar, sucht jedoch vergeblich nach dem Meeresengel. Wohl ausgeflogen, komplett abgehoben oder gefallen…?
Die Divine gefällt sich - diese tingelnde Tussi die plakativ mit Puccini promeniert und beim Flanieren faunhaft flötet. Blaue Bonbonblumen flüstern ihr schäumende Scherze, „sidewalk crouches at her feet like a dog that begs for something sweet“; Löckchen sind nicht das einzige, dass diese schillernde Skandalnudel ein- und auswickelt. Der Erdball samt kosmischer Ballade drehen sich um das Antlitz der Spiegelkugel; Pralinés kündigen - sich vor Glucksen treppab kugelnd - das klappernd-klingelnd-kokette Gassenhuschen gleich eines silbrigen Klavierglissandos der Umkräuselten an.
Musetta oder Morrigane?
Weniger der Hexe selbst als der Krähe auf deren Schulter ähnelt sie, oder vielleicht einer divischen Elster? Ihr Lachen mag für die einen zuckriges Krächzen, für die anderen ein Perlen sein, in jedem Fall ist sie beim Korkenknall bereit für ein Piccolosolo, fest oder flüssig… Am Ende ist doch alles nur heiße Luft.
Als ich die Zeilen las, dachte ich mir: Ei, war das Geschriebene wirklich für mich?! Naja, irgendwie schon.
Mh…sie ist eben eine Künstlerin!
Wie ihr also seht, ob in schriftlicher Form oder letztendloch auch hier, wie es die Bilder wiedergeben, hatte das Shooting seine Nuancen. Es war ein Auf und Ab der Gefühle. Irgendwie etwas vernebelt, dennoch voller Freude und dann auf einmal wieder etwas Melancholie, in jeglicher Form. Quasi, die Zeit war von heißer und kalter Luft erfüllt.
PS: Irgendwie habe ich immer das Glück, solche divenhaften Wesen kennenzulernen und ins Bild nehmen zu dürfen.
Ist ja nicht das erste Mal ;-)
*Sonnentanz*
Im flimmernden Weißgold ölt die Scheinwerferin ihren Strahlenkranz,
geführt von Mama Gaia in beider Sonnentanz,
kämmt und flicht ihr goldenes Vlies.
Im murmelnden Schoß des Feldes hält sie ihre Chrysalishülle,
umfangen von der kitzelnden Himmelsfülle.
Schwarz wie der Rabe, der Weißling und die Meise...
*Flötisdiva*
An dem Tag sind natürlich noch Bilder entstanden, die Abseits von Madame Divine waren. Aber, man sollte dies explizit erwähnen(!), es war ein fließender Übergang von der Realität und Fiction. Oder Umgedreht! Was jetzt aber Realität oder Fiction ist, das ist euch überlassen ;-)
*Der Sonnentanz war zu intensiv*
Hier seht ihr jetzt von uns ältere Bildergeschichten…
*Isabelle ist ein Rock Star!*
Ein was? Sie ist ein Star und sie rockt es!
Und wo ist die Rock-Gitarre dazu oder was man zum Rock braucht? Mh…eigentlich da, wo sie ihre Musik abspielt oder zumindest anhören kann. Sie hört sich unglaublich gern Rock in den verschiedensten Macharten an. Egal ob es Standard, Stoner, Progressiver oder Jazz Rock ist. Na ja und die Power-Balladen im Rock gehören natürlich auch mit dazu. Wir haben uns schon so manche Rockscheibe angehört, als wir diverse Bilderrunden miteinander hatten. Der Rock hat sie im Leben schon immer begleitet.
Jetzt wundert ihr euch aber sicher, warum ich euch das erzähle. Weil, wie ihr sicher seht, sie ein völlig anderes Instrument in den Händen hält und auch spielt. Und das auch sehr gut. Sehr sehr gut! Sie spielt Flöte und Piccoloflöte. Um genau zu sein, studiert Sie dies an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden und macht derzeit (2023) ihren Bachelor. Den sie anscheinend mit links macht, zumindest was ich so mitbekomme. …:-)
Jetzt aber erstmal ein paar Worte von Isabelle...
Ein klassisches Model mit einer 90-60-90-Figur bin ich zwar nicht, aber dafür messe ich 2.64m.
Mit meinen beiden Instrumenten. Ohne sie nur 1,61m. Gut, und ohne Absätze 1,54m.
Aber ganz ehrlich – wenn wir auf der Bühne stehen, fühle ich mich wie diese mächtige, kraftvolle Riesin. Auch wenn wir gemeinsam im Durchschnitt nur 41,5 kg auf die Waage bringen. Dafür haben wir insgesamt 46 Klappen, manche kleiner, manche größer und eine ganz besonders groß.
Vor Publikum aufzutreten klingt in erster Linie wie der Albtraum einer Introvertierten. Mehr als manchmal fühlt es sich auch genauso an bis zu dem Moment, in dem man den ersten Schritt auf der Bühne macht. Die festliche Stimmung zu genießen, das neugierige Glitzern in den Augen und die konzentrierten Falten auf den Stirnen der Menschen im Publikum zu entdecken und zu beobachten, gelegentlich sogar dabei ertappt zu werden, die Freiheit zu spüren, theoretisch etwas komplett anderes spielen zu können als in den Noten steht, bewusst tief zu atmen und dadurch die eigene Lebendigkeit zu fühlen, das und vieles mehr bedeutet es mir persönlich, mit meinen Schätzen auf den Brettern die die Welt bedeuten zu stehen.
Sich unter begeistertem Applaus vor Dankbarkeit demütig zu verbeugen, dankbar für die Aufmerksamkeit, für die Musik, für die Kompositionen, dankbar für Ohren und dankbar für die Kombination die daraus entsteht: anderen Menschen ein Geschenk machen zu dürfen, indem man sie phonetisch und emotional berührt.
Freilich macht dieser Teil hauptsächlich Freude, auch wenn er bei weitem nicht so glamourös ist wie die Mehrheit zu denken scheint, doch um sich auf diesem Level präsentieren zu können, bedarf es harter Arbeit. Stundenlanges, konzentriertes, tägliches Üben über Jahre hinweg, angefangen in einem Alter in dem man noch nicht begreift welche Tragweite es hat was man da tut. Circa 10.000 Stunden übt man angeblich bis man (eventuell) Profimusiker ist. Schweiß, Tränen, Einsamkeit, Selbstzweifel und Schmerzen vorprogrammiert.
Ich würde definitiv so weit gehen, zu sagen, dass meine große und meine kleine Flöte meine Partnerinnen und Freundinnen sind, geworden sind.
Wir sind drei und dennoch eins – eine Dreifaltigkeit à la Mutter, Tochter und heiliger Atem.
Wir strahlen, schreien, brillieren, schluchzen, kreischen, leuchten, leiden, zittern, schwitzen, singen, verwüsten und verwunden, lachen, kritisieren, knurren, kämpfen gegen-, mit- und füreinander und zwingen uns zu atmen, wenn das Leben
uns zu ersticken droht.
Die Wahrheit ist, dass wir selbst das Instrument sind; in uns entspringt die Idee, aus uns fließt die Luft, unsere Finger und unsere Zunge formen den Ton, während die schönen, teuren Rohre lediglich Mittel zum Zweck und Verstärkungen sind,
uns Feedback geben – wie gute Freunde eben.
Und da wir schon recht viele gemeinsame Bilderrunden hatten, natürlich auch mit Rock Mugge im Hintergrund, kam sie auf mich zu und fragte, ob ich Portraits von ihr machen könnte, wo sie mit ihren zwei Flöten zu sehen ist. Und wie ihr seht, sind hier einige Bilder davon zu sehen.
Die Idee war, sie sowohl im klassischen Gewand ins Bild zu nehmen, als auch in ihrer Freizeit Kleidung. In einem recht übersichtlichen/leeren Raum und auch in ihrer Küche. Der Gedanke war, dass sie noch ein anderes Leben hat, als sich nur der Klassik hinzugeben, deswegen den Freizeit Look in der Küche. Es sollte eine gewisse persönliche Note hinzugefügt werden, die sie so darstellt, wie sie eben privat auch ist.
Und ich glaube, dass ist uns mit den Bildern insgesamt ganz gut gelungen.
Zumindest war sie von den Bildern sehr begeistert, als sie diese sah und sagte:
“Peter, wenn du immer mit Bildern kommst, ist das wie Weihnachten!“
Was soll ich dazu sagen, außer Ho Ho Ho…
*Analoges Gedöns!*
Hier kommen jetzt ältere Bilderrunden mit Isabelle, wo wie oben beschreiben, viel Rock Mugge lief…
*Innere Stimmung – Ich fliege!*
"Der seelenschwarze Körper
entrann seinem Griff und fiel in sich zusammen, meine Seele färbte sich rot, während ich dem verstummenden Rauschen ihres berauschten Blutes lauschte.
Tintenes Schwarz quoll aus der Haut und formte Buchstaben, Wörter, Sätze auf dem Boden, doch in ihrer inhaltlichen Ungreifbarkeit flossen sie durch ihre ringenden Hände."
*Ihr Blick sagte…*
*Innere Stimmung – Langeweile*
Lag es am Rot, dem Wein, dem Blut der Götter?! Sie, die Götter, schauten von außen zu, die Hände gebunden durch die Ohnmacht der Schwärze, die sich
auf dem Boden ausbreitete.
*Es war der Gedanke, der Sie zur Flucht bewegte*
*Der Blick nach draußen*
Mittlerweile ist das nun die 2. Bilderrunde mit Nicole. Die 1. Runde seht ihr gleich im Anschluss nach dieser hier. Wenn ihr beide Bilderrunden betrachtet, werdet ihr im Inhalt der Bilder sicher einen Unterschied merken. Das war auch so gewollt. Wenn man die 1. Bilderrunde anschaut, sind die Bilder meist im klassischen Portrait- Bereich. Einen Schuss Melancholie ist natürlich vorhanden, so wie dies eigentlich immer in meinen Bildern zu finden ist. Aus diesem Grund sollte die 2. Bilderrunde in eine andere Richtung gehen, etwas abstrakter und skurriler.
*Innere Stimmung – Gedankenschwere*
*Ihre Abwesenheit änderte sich zu einem Lächeln*
Hier ging es darum, dass es mehr auf die Verformung des Körper ankam, darum Gefühlszustände mit Gestik auszudrücken und nicht mit der Mimik. So ist die Serie „Innere Stimmung“ in 5. Teile gesplittet und wird immer wie eine andere Geschichte erzählt. Das hat mit Isabelle ganz wunderbar funktioniert. Sie konnte sich einfach fallen lassen, mit dem Wissen, dass die Bilder nicht gesellschaftskonform sein werden. Sie war offen zu experimentieren, genauso wie ich auch. Was kann Besseres passieren, als wenn Zwei den gleichen Gedanken haben. So kam dann der Tag X und ließen ebendiesen Gedanken freien Lauf…
*Innere Stimmung – Ich fühle mich leer*
*Innere Stimmung - Auf dem Boden der Tatsachen*
*Als Sie sich zum ersten Mal sahen...*
*Vertrautheit*
*Lass mich in ruhe...*
1. Bilderrunde
In sanftes Grün gebettet, das Gemüt noch sommerlich gestimmt, erwartet sie die Erinnerung...
Ihren betretenen Blick nach außen gerichtet, sehnsüchtig, süchtig nach Licht, sehnend nach Gültigkeit, vorbei an der Scheingestalt der
Schwester deren lächeln jemand anderem gilt Leere, vollkommene Leere und Zweifel am Vergangenen
*In sanftes Grün gebettet*
Eine Melodie umgarnte Ihr Gemüt. Es ist eine wehleidige Erinnerung an die sommerliche Wärme, die sie spürte. Das gleißende Licht, welches sie berührte. Das leichte Spiel mit dem Kleid, das sie verführte.
Doch nun, was ist geblieben…
Die Gegenwart ist der Grat, der aus der Zukunft die Erinnerung macht. Und so ist sie voller Erinnerung und hofft…
Liebe Isabelle, ein Dank dafür die Zeit und dass Du dein Vertrauen mir schenktest. Und dafür, das es weiterhin spannend bleibt,
da wir noch so einiges an Ideen umsetzen wollen...:-)
*Sehnen nach Gleichgültigkeit*