Die Bilderwelt von Dachswurst

 

 

 

 

Was ist Dachswurst? Eine gute Frage. Wurst, die aus einem Dachs gemacht wurde? So viel kann ich schon sagen: Nein, dem ist nicht so. Mehr oder weniger sind dies die Spitznamen, bestehend aus Frau S. „der Dachs“, was Sophie ist, und Frau E. „die Elschwurst“, was Elisa ist. Warum aber gerade die Spitznamen so heißen, wäre eine extra Geschichte, wovon ich erst mal Abstand halte, dies zu erwähnen.

 

 

Nun geht es aber zu den Bildergeschichten, die ich mit Sophie und Elisa zusammen gemacht haben.

 

 

 

 

*Sächsische Strandgut Göttinnen*

 

Entstiegen aus dem Schaum des Atlantiks scheint uns die Sonne grell ins Gesicht.
Was ist unser Zweck? Was erwarten wir zu finden an den schroffen Küsten der Bretagne?

Wir schauen uns gegenseitig fragend ins Gesicht. Doch jede Schwester weiß genauso viel und genauso wenig wie der junge Morgen, der trotzdem schon gnadenlos hell über uns hereingebrochen ist. Nichts haben wir, außer uns. Und das Meer flocht uns Gewänder aus seiner schroffen Gischt. Pures Weiß, hinter dem wir schüchtern unsere Scham verstecken. Wartend...

Der Wind frischt auf und unsere Gewänder, eben noch klamm und unser Schutz, entfalten sich Schwingen gleich zu Roben der Göttlichkeit. In diesem Paradies, geschaffen von der Natur großem Geiste, fühlen wir uns dennoch klein und bedeutungslos. Welche Aufgabe hast du uns zugedacht? Wie können wir dienlich sein? Gib uns den Mut zu wagen, was uns vorbestimmt und zu leisten was uns zugedacht.

 

Während wir uns fragend anschauen, bemerken wir wie uns die über Äonen von einer zeitlosen Weisheit umgeben waren. Ein Blick nach oben eröffnete uns Formen, organisch und stets im Wandel. Der unbeugsame Fels in unserem Rücken stützt unsere Körper und unseren Blick für Freiheit und Wahrheit. Finde den Pfad zu unserer Bestimmung. Finde Einheit und Vollkommenheit.

 

Das Meer ist unnachgiebig wie der Fels und doch in der Lage ihn zu formen und zu gestalten. Nichts von dem was wir tun verändert den Lauf des Meeres, nichts bricht die Gezeiten, nichts den Herzschlag der Welt. Erkenne Tod im Leben, erkenne das Ende im Anfang, erkenne die Vergänglichkeit des Göttlichen. Erkenne dich selbst.

 


„Halt“, flüsterten wir uns im Gleichklang zu. „Halt“. Als ob wir nun verstanden hätten. Es spielt keine Rolle, woher wir kamen. Es spielt keine Rolle, welche Fragen wir haben... das Meer antwortet uns mit Gleichgültigkeit. Nicht aus Grausamkeit, sonders aus Weisheit.
Wir sind nun hier, an dieser Küste, umgeben von Schönheit und Wärme. Wir haben uns. Und den Moment. Das ist was zählt!

 

 

*Frank & Frank*

 

„Morgenstund‘ hat Gold im Mund!“ spricht Frank als er sich das erste Bier aufmacht.
„Ja Recht haste!“ stimmt Frank zu und es ertönt ein zweites „Plopp“ als sich noch ein Kronkorken löst.

Männerromantik nennt man das im Fachjargon. Für Frank und Frank ist es ein normaler Tag auf dem Hof. Da steht ein bisschen Traktor Fahren an. Ein bisschen Fundamente ausheben und Steine tragen. Und eben auch ein bisschen Bier trinken. Der Motor der Arbeit muss ja gut geölt bleiben.
Und! Arbeit!“ philosophiert Frank dem Himmel entgegen „ist die wärmste Jacke!“ . „Da sagst du was!“ Pflichtet Frank bei und beide sitzen und trinken.

 

Aber ein paar Pausen fürs Fachsimpeln, das ist eben auch wichtig. Das verbindet und eröffnet neue Perspektiven.
„Letztens habe ich mal After Eight auf Schnitte probiert. Mit Bier kann man das schon trinken.“ erzählt Frank. „Du immer mit deinem Junge Leute Zeug!“ wettert Frank vor sich hin. Aber Freundschaft, das heißt auch: den anderen so zu nehmen wie er ist. „Na Hauptsache es macht satt.“ fügt Frank versöhnlich hinzu.

 

Nach der Pause ist vor der Pause, so sagt man. Frank und Frank haben es vom Traktor zu einer Bank im Feld geschafft. „Prost mein Guter!“ Frank hebt die Flasche. „Prost!“ Das Geräusch von Glas an Glas. Ein Freundschaftsbeweis.

 

 

Nachdenklich lässt Frank seinen Blick schweifen über das Feld. „Frank... Wasser... das ist wie Bier. Eben nur für Pflanzen.“
„Na bloß gut, dass wir Menschen sind, was Frank?“ Ein lautes Lachen und das vertraute Geräusch der klirrenden Bierflaschen ertönen. „Mein Gemächt liegt schlecht“ spricht Frank und steht auf. Es ist wieder an Zeit, zu arbeiten. Von Nichts kommt schließlich nichts.

 

Was soll ich sagen? Wo fange ich an? Gibt es einen Anfang? Wenn ja, spreche ich vom Anfang der Welt? Der Galaxis? Unserer Erde. Oder Frank und Frank?! Ich glaube, mich auf Frank&Frank zu reduzieren. Das ist schon üppig genug und hat Geschichte, das sage ich euch!

 

Frank&Frank habe ich auf einem Dorffest kennengelernt. Ich gebe zu, ich hatte schon so einige Biere getrunken, aber kein Verglich zu den Beiden. Die Zwei sahen mich mit meiner Kamera, kamen auf mich zu gestolpert und nuschelnden was von „Babaaratzi!“. Dies wiederholten sie mehrmals, wobei sie immer lauter wurden, weil ich ihnen erklärte, sie nicht zu verstehen. Was etwas kontraproduktiv war, weil sie schrien mich zum Ende an und dachten sie sind zu leise. Als ich dann verstand, was sie mir sagen wollten, habe ich ihnen versucht zu erklären, dass ich das nicht bin, ein „Babaaratzi“. Sie glaubten mir nicht. Mein Gedanke war, „wie kannst du diese Situation nur retten?“ Ich dachte mir, dass ich einfach für alle ein Bier am Bierwagen hole, (wo auch schon alle betrunken waren, ob davor oder dahinter) und schwuppdiwupp, der Frieden auf Erden war für uns gerettet. Plop machten die Biere!

 

Die Zeit verging, wir schnackten hin und wieder miteinander, natürlich bei einem Bier, bis die beiden sagten, „Heee…Petersilie, würdest du uns mal fotografieren. Also so? So… …keen Schmuddel! Und nüscht Gestelltes! So wie wir tun. Off unseren Hof?“ Ich überlegte nicht lang und sagte, fasst wie aus der Pistole geschossen, JA! Was auch vielleicht der Situation geschuldet war, wir tranken schon das dritte Bier. Weil mit den beiden Zeit zu verbringen, hat immer etwas mit einem Bier TRINKEN zu tun! PLOP!

Ich könnte noch mehr von den Beiden oder unserer gemeinsamen Zeit erzählen, aber das möchte sicher keiner wissen?!

Was ich zusammenfassend sagen kann, mit den Beiden die Zeit zu erleben heißt, vor allem Bier trinken! Traktor fahren. Fachsimpeln. Der Hof. Aber auch Männerromantik. Die Sorgen des Alltags. Kind sein. Die Frauen. Und philosophische Gedanken erwähnen, während das Gemächt auch mal schlecht liegt.

Vielleicht…oder auch sicher, gibt es wieder mal eine Fortsetzung den Beiden. Ist nur die Frage: Wollt Ihr das?

 

Ich sage in diesem Sinne…PLOP und es ist schön, zwei solche Franks kennengelernt zu haben. Ich dachte schon, diese Art von Männern ist ausgestorben.

 

*Kleidung verbindet*

 

Das, was ich aber erwähnen muss (!), ist, wie ich die Beiden so wahrnehme. In dem Fall nicht nur ich, sondern auch die Menschen, die sich in ihrer unmittelbaren Umgebung aufhalten. Dabei ist es egal, ob es Menschen sind aus ihrem Dunstkreis oder völlig fremde Menschen.

 

Es ist eine Symbiose. Ein Gefühl. Ein Vogel...äh zwei Vögel. Nein, Vögel sind es auch nicht. Welpen. Es sind Welpen! Ja…genau! Eine Resonanzkatastrophe. Eine Liebe.

 

…sehr oft für ALLE Beteiligten schön anzusehen, allerdings löst es hin und wieder mal bei den Betrachter*innen ein Augenrollen aus.

 

*Der eine trage des anderen Last*

 

Nun aber ein paar Worte von den beiden Damen…

 

E:
"Frau, ich liebe dich!!!", werfe ich Sophie mal wieder an den Kopf, damit sie es auch ja nicht vergisst!!! Denn ich liebe sie wirklich. Uns verbindet etwas sehr Tiefgründiges und etwas sehr Einfältiges gleichermaßen. "Manchmal denke ich.... Wir könnten zusammen verwachsen und es würde A) niemanden wundern und B) würden wir uns immer noch mögen!!!!"

S:
Unteilbar. Dieses Wort setzt sich zusammen aus Unteil und Bar. Beides Worte, die in irgendeinem Zusammenhang mit uns stehen. (Vielleicht). Diese Liebe ist UNvergleichlich voller anTEILnahme und in keinster Weise ersetzBAR. Ich kann es nicht oft genug sagen Ich lieb die FRAU!!!

E:
Unteilbar. Zusammenwachsen. Bar. Diese Schlagwörter rufen etwas in mein Gedächtnis hervor. "Der Fotonaut wollte doch einmal so ein Menschenexperiment machen", fällt mir da ein. "Und ich glaube, der mag auch Bier.... Was man in Bars trinken kann. Oder auch woanders", fällt mir weiter ein. "Ich glaube die Frau hat Bier... Keine Bar. Aber eine Scheune. Und ein Feld. Da kann man auch Bier trinken". Mit diesen komplexen Überlegungen wende ich mich an Sophie.

S:
Bei dem Wort Menschenexperiment regt sich kurz mein Gewissen, bevor Elisa es mit einem weiteren Bier zum Schweigen bringt. Wer auch immer dieser Fotonaut ist, wird schon wissen, was er tut. Wer Raumfahrt kann, kann auch Bier trinken und bestimmt auch Fotos machen. Dabei denke ich ans Hubble Teleskop. "FRAU, ich denke das wird gut!"

E:
Und so geschah es.... Der Fotonaut landete auf dem Gesundhof von Sophie und Co. Und den Rest sehen sie hier...

 

 

 

*Der innere Vogel möchte Fliegen*

 

…wer die Worte gelesen hat, kann sich nun vielleicht ein kleines Stück vorstellen, wie sich das Dachswurst-Wesen wahrnehmen lässt.

 

Die Idee mit dem Pullover und zwei Menschen da hinein zu stecken, ist sicher nichts neues, aber ich wollte dies gerne mal umsetzen. So kam das Eine zum Anderen und ich konnte mir keine bessere Symbiose vorstellen, als die Beiden in diesem Pullover zu sehen. Das Schöne an der Sache war, ich brauchte gar nicht viel erklären und beide waren davon begeistert. Wie ein paar kleine Welpen sprangen Sie umher und freuten sich darüber. Auch, dass ich diese Bilder nur analog umsetzen wollte, minderte nicht ihre welpenartige Freude. Da man die Bilder erst entwickeln muss, bevor man etwas sieht. Elisa ist diese Art des Bildermachens von mir schon gewohnt, aber Sophie noch nicht. Sie nahm das aber auch sehr entspannt auf und vertraute meiner Fähigkeit.

 

 

 

*Vertrauen*

 

 

*Die DachsBierWurst Gang*

 

So kam dann der Tag X näher und auch das Bier trinken mit den Beiden. Also nicht nur mit den Beiden, sondern auch mit der Schwarte, was der Dachsfreund ist. Nach ein-zwei Bier ging es dann auf das Feld hinaus, natürlich mit einem Bier! Das was wir dann taten, waren Bilder machen, Bier trinken (wer hätte das gedacht) und furchtbar viel lachen. Uns taten die Bäuche weh! Nicht nur durch das Bier, sondern weil einfach die Koordination der beiden Welpen in dem Pullover zum Schreien schön war. Die mangelhafte Koordination brachte die Beiden oft dazu, dass sie ins Feld fielen. Ich konnte vor Lachen manchmal überhaupt nicht fotografieren und die beiden Welpen lagen kichernd im Feld, wie ein paar Käfer die auf dem Rücken liegen und nicht hochkommen.

 

*Die zwei Hundewelpen*

 

Wir machten noch in einer Ecke des Hofes ein paar Bilder und in der Scheune. Ideen hatten wir noch viele, allerdings entschieden wir durch das Bier trinken, diese auf später zu verschieben…

 

Einen fürchterlichen und duften Dank an euch Beide, dass das so war wie es geschehen ist. Es ist ein unvergesslicher Bilderrunde und schön war es auch, den Dachs und die Schwarte nähe kennenzulernen. Auch wenn ich an dem Wochenende Schwartes Leidenschaft, Steine zu lieben, nicht ganz nachgekommen bin ;-)

 

 

Schon mal darüber nachgedacht...

 

Heiratet endlich! Macht Familienfeiern! Werdet ein Paar! Feiert das Leben! Setzt Kinder in die Welt! Macht nicht nur Musik im Proberaum, sondern spielt vor Publikum!

 

Du bist hier auf dieser Welt und DAS wurde noch nicht in Bildern festgehalten?! Egal ob jung oder alt. Groß oder klein. Zierlich oder kräftig. Introvertiert oder extrovertiert. Ob im Portrait oder als Akt. ...mh…na dann wird es aber Zeit :-)

 

Du kannst Dir vorstellen, dass ich Derjenige sein könnte, der Dich im Bild festhält? Dann sende mir eine kurze Mail und ich melde mich umgehend bei Dir. Ich würde mich jedenfalls freuen, von Dir zu hören:-)